4 Dinge, auf die ich mich im Urlaub freue

Tja, jetzt, Anfang September, ist es auch bei mir soweit und ich verabschiede mich für bestimmt viel zu kurze 2 Wochen in den Urlaub. Dass es bist zu anstehenden Reise nach Island fast mehr als 2 Jahre dauern musste, war nicht geplant, aber rückblickend halt nicht anders möglich. Urlaub ist also für mich auf den ersten Blick etwas Unbekanntes, vielleicht nicht gänzlich ungewünscht, aber zumindest nichts Alltägliches, wie wahrscheinlich für viel von euch. Da es wie gesagt von eine Zeit lang her ist, habe ich mir gedacht, ich stelle eine kleine Liste zusammen, was ich mir, persönlich, von den nächsten Wochen erwarte/erhoffe.

Den Wecker ausschalten.

Der banalste aber vermeintlich wichtigste Grund, den ich phasensweise schon am Wochenende zelebriere. Ich deaktiviere die ungeliebte Weckerfunktion in meinem Mobiltelefon. Ich würde diese verdammte Weckerfunktion ja gänzlich löschen, wenn es das Telefon zulassen würde, so verhasst sind mir meine üblichen 3-4 Wecker, die ich morgens stellen muss, um nicht gänzlich verschlafen und verpeilt im Büro anzukommen!!

Also weg mit der Verpflichtung um eine bestimmte Uhrzeit aufstehen zu müssen! Ha! In you face – geregelter Alltag! Nun gut, so völlig zwanglos wird die Island-Reise in den nächsten Tag auch nicht, aber zumindest Ein- und Ausstempeln und Kernzeiten können mir getrost den Buckel runterrutschen. Das Frühstück sollte ich halt nicht verpassen…

Essen und Schlemmen

Nirgendwo kann man sonst ohne schlechtes Gewissen essen, schlemmen und sich den Bauch vollschlagen, als im Urlaub. Beim Frühstück beginnt es. Gerade dort, wo ich für gewöhnlich recht spartanisch unterwegs bin – 1 Zigaratte reicht um sämtliche Körperfunktionen in Schwung zu bekommen – freue ich mich im Urlaub schon auf ausgedehnte Frühstücksbuffets (Pancakes!!!). Meine Favoriten auf der allmorgendlichen Frühstücksliste: Ham & Eggs ohne Ham, frische Früchte, Lachs und die angesprochenen Pancakes!

Runterkommen

Punkt 3 ist der Heilige Gral der Entspannung. Besonders für mich, der tagein,tagaus unter Dauerstrom steht und ehrlich gesagt, auch seine Kraft aus der permanenten Beschäftigung mit der Arbeit schöpft. Ich stelle mir den idealtypischen Verlauf so vor.

Tag 1-2:
Die Gedanken hängen noch in der Arbeit. Habe ich die Email weggeschickt? Ist die Abwesenheitsnotiz eingestellt? Sind alle Kollegen instruiert? Oder viel schlimmer: Habe ich die Wohnungstüre abgeschlossen? Das Wasser überall abgedreht?

Tag 3:
Hier setzt langsam die gewisse „Wurschtigkeit“ ein – ich bin tausende Kilometer von Wien entfernt. Also was kann ich hier auf dieser einsamen Insel schon ausrichten.Gepaart mit den vielen neuen Eindrücken rückt der Alltag, das „Normale“ zunehmend in den Hintergrund.

Tag 4-5:
Letztes verzweifeltes Aufbäumen meines alltagsgeprägten Geistes. Kurz vor dem Einschlafen, oder direkt nach dem ersten Aufwachen am Morgen, suggeriert er mir kleine Vergesslichkeiten. Huch, da war doch was?! Nein, die Email an Firma xy ging ja doch nicht raus. Einmal umdrehen und nicht dran denken.

Tag 6 – Break Even:

Fast eine Woche liegt der letzte Wecker, der letzte Besuch im Büro, ein Meeting oder der morgendliche Status Quo Bericht beim Chef hinter mir – ein leichter Nebel legt sich zwischen mich und der jüngsten Vergangenheit.

Tag 7:
Bam! Urlaub – so kann es immer sein. Jetzt genießen, abschalten und soviel Neues und Schönes aufnehmen, wie es geht.

Persönliche Projekte realisieren
Man besteht ja nicht nur aus der Arbeit, besonders aus den Dingen, die man in seinem beruflichen Alltag erledigt. In meinem Fall gibt es zwar eine sehr hohe Deckungsgleichheit zwischen Beruf als Creative Director und Leidenschaft als Autor. Nichtsdestotrotz fließt der Großteil an Zeit und Energie in den Beruf – private Projekte bleiben viel zu oft auf der Strecke. Urlaub ist dann auch irgendwie für sich selbst arbeiten und vielleicht die ein oder andere Zeile schreiben, die eigene Webseite überarbeiten (Ja – ich weiß, das sollte eigentlicht Priorität haben), vielleicht mal wieder die Kamera auspacken und ein Fotos machen. Und nicht zuletzt auch Beziehungsarbeit leisten – ich vernachlässige meine bessere Hälfte ohnehin viel zu viel, wenn es im Büro zu stressig wird. Für das ist Urlaub natürlich auch da. Gemeinsam Zeit verbringen.

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